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Der Unterschied zwischen Konfitüre, Marmelade, Gelee und Brotaufstrich

Der Unterschied zwischen Konfitüre, Marmelade, Gelee und Brotaufstrich
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Wenn Du es auf diese Seite geschafft hast, wirst Du sicherlich leckere fruchtige Brotaufstriche mögen. Und vielleicht hast Du auch bereits mit dem Gedanken gespielt, diesen Brotaufstrich einfach selber zu machen – schließlich steht man vor dem Supermarkt-Regal oft vor der schier unlösbaren Aufgabe, die passende Marmelade, den leckersten Gelee oder die Konfitüre zu finden, die in ihrer Zusammensetzung genau dem entspricht, was Du Dir vorstellst. Das „selber Einkochen“ ist in diesem Fall die beste Variante: So hast Du die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe und brauchst Dich nicht drum zu kümmern, welchen Namen Du dem selbstgemachten Fruchtaufstrich verpasst. Im Handel sind die Bezeichnung gesetzlich vorgeschrieben, was häufig für ein wenig Verwirrung sorgt. Deshalb möchten wir die Gelegenheit nutzen und Dir kurz und bündig die Unterschiede zwischen Marmelade, Konfitüre, Gelee und Fruchtaufstrich erklären. 

Marmelade

Die Marmelade hat sich im Volksmund als Überbegriff für Fruchtausftriche eingebürgert, was jedoch eigentlich nicht ganz richtig ist. Denn: Als Marmelade dürfen im Handel nur Fruchtaufstriche verkauft werden, die aus Zitrusfrüchten bestehen. Zum Beispiel die beliebte „Olde English Marmalade“. Dennoch verwenden wir, um es für Dich einfacher zu gestalten, auch bei marmelade-selber-machen.info den Begriff Marmelade für Aufstriche aus anderen Fruchtsorten.

Konfitüre

Anders als die Marmelade bezeichnet der Begriff „Konfitüre“ solche Fruchtaufstriche, die nicht aus Zitrusfrüchten hergestellt. Streng genommen ist die Erdbeermarmelade also eine Erdbeerkonfitüre. Vorschrift: Der Fruchtgehalt von Konfitüre muss mindestens 350 Gramm pro 1000 Gramm betragen. Das Problem: Auch die lösliche Trockenmasse, zu der auch der Zucker gehört, muss per Definition mindestens 60 % betragen. Diese Vorschrift lässt die normale Konfitüre daher ziemlich süß werden.

Konfitüre extra

Die Richtlinien für Fruchtaufstriche, die unter dem Namen „Konfitüre extra“ verkauft werden, sind ähnlich derer, für die klassische Konfitüre. Der Unterschied: Bei Konfitüre extra muss der Fruchtgehalt mindestens 450 Gramm auf 1000 Gramm Gesamtmasse betragen. Die Konfitüre extra ist also ein wenig fruchtiger als die „normale“ Konfitüre.

Fruchtaufstrich

Ein Fruchtaufstrich bezeichnet eine eingekochte Masse aus Früchten und Zucker, die keiner der oben genannten Definitionen entspricht. Das bedeutet: Wenn Du eine super leckere Marmelade mit hohem Fruchtanteil und wenig Zucker oder einer Zuckeralternative einkochst, machst Du per Definition einen Fruchtaufstrich und keine Marmelade. Aber wie bereits erwähnt: Da wir nicht so auf Beamtendeutsch stehen, bezeichnen wir in unseren Rezepten flächendeckend als Fruchtaufstriche als Marmeladen.

Gelee

Nicht vergessen wollen wir an dieser Stelle natürlich auch den Gelee. In unseren Rezepten wirst du Gelee aber eher weniger finden. Per Definition werden beim Gelee nämliche keine frischen, ganzen Früchte, sondern lediglich deren Fruchtsaft verwendet.

Cremes

Ebenfalls eher selten zu finden sind die Cremes. Anders als Marmelade, die meist mit Geliermitteln wie Pektin eingekocht wird, werden Cremes unter der Verwendung von Stärke hergestellt. Die Konsistenz ist demnach eine ganz andere. Unter die Konfitürenverordnung fallen Cremes jedoch nicht.

Die offizielle Konfitürenverordnung

Du möchtest noch einmal genau nachlesen, was der Gesetzgeber zu den unterschiedlichen Fruchtaufstrichten sagt? Dann klick einfach auf den Link unter diesem Text und lade Dir die offizielle Konfitürenverordnung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz als PDF Datei runter.

Konfitürenverordnung als PDF

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