Gelierzucker

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Gelierzucker bezeichnet ein Gemisch aus Zucker und Geliermitteln. Man verwendet Gelierzucker hauptsächlich für die Zubereitung von Marmelade, Konfitüre und Gelee, um relativ schnell ein Endprodukt zu erhalten. Insbesondere Früchte, die selbst wenig Pektin (Geliermittel) enthalten, bekommen beim Einkochen durch Gelierzucker eine gelartige Konsistenz.

Der erste Gelierzucker im Handel


Der erste Gelierzucker wurde im Jahre 1965 von Pfeifer & Langen auf den Markt gebracht. Es handelte sich dabei um die 1:1 Variante des Gelierzuckers. Die Produkte der Firma kennt man auch unter den Handelsnamen Kölner Zucker und Diamant Zucker. Da der Gelierzucker den zeitlichen Aufwand für die Herstellung von (selbstgemachter) Marmelade deutlich verkürzt, ist dieses aus der Marmeladenherstellung heutzutage nicht mehr wegzudenken.

Bestandteile von Gelierzucker


Gelierzucker besteht aus raffiniertem Zucker, Pektin als Geliermittel sowie Zitronensäure oder Weinsäure als Säuerungsmittel. Manche Produkte enthalten stattdessen Konservierungsstoffe, weshalb gerade bei selbstgemachter gerne auf Gelierzucker verzichtet wird.

Haltbarkeit von Gelierzucker


Weil das im Gelierzucker enthaltene Pektin seine Gelierkraft im Laufe der Zeit verliert, ist das Produkt in der Regel nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit nicht mehr für die Herstellung von Marmelade geeignet.

Gelierzucker Varianten


Traditionell wird Gelierzucker im Verhältnis 1:1 zum Einkochen von Marmelade verwendet. “Gelierzucker extra” in den Varianten 2:1 oder 3:1 enthält mehr Pektin (Geliermittel). Die erste Zahl der Mischungen bezeichnet den Anteil der Früchte. Bei 3:1 Gelierzucker sind es also drei Teile Früchte und ein Teil Zucker. n Folge werden diese Fruchtaufstriche weniger süß als im klassischen 1:1 Verhältnis. Weil Zucker jedoch konservierend wirkt, muss dem Gelierzucker extra (2:1 und 3:1) meist ein Konservierungsmittel zugesetzt werden, um für eine hohe Haltbarkeit der eingekochte Marmelade / Konfitüre zu sorgen. Hierbei handelt es sich meist um Sorbinsäure.

Einmachzucker und Gelierzucker


Einmachzucker bzw. Einmachraffinade ist eine spezielle Zuckersorte, die aus besonders großen und gleichmäßigen Zuckerkristallen besteht. Damit eignet sich Einmachzucker besonders für das Einkochen von Marmelade, Konfitüren und Gelees. Geliermittel oder Konservierungsstoffe sind dem Einmachzucker im Vergleich zum Gelierzucker keine zugesetzt.

Zuckerfreier Gelierzucker


Mittlerweile bietet der Handel auch zuckerfreie Gelierzucker an. Statt raffiniertem Zucker enthalten diese Produkte (oft) natürliche Süßungsmittel wie Xylit, Maltose, Sorbit und Stevia. Auch bei diesen Varianten muss, wegen des Wegfalls der konservierenden Wirkung von Zucker, auf Konservierungsstoffe zurückgegriffen werden, wenn man einen lang haltbaren Fruchtaufstrich machen möchte.

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